Rekordgeschäftslage im Vorarlberger Mittelstand

2018-02-16 12:40:16

- 68 Prozent der mittelständischen Unternehmen sind uneingeschränkt zufrieden mit Geschäftslage – höchster Wert seit Erhebungsbeginn 2008
- Investitionsdynamik klettert ebenfalls auf 10-Jahres-Hoch – jedes dritte österreichische Unternehmen erhöht 2018 seine Investitionen
- Boom auf dem Arbeitsmarkt hält an: Mehr als jedes dritte Unternehmen will neue Jobs schaffen
- Fachkräftemangel und zunehmender Wettbewerb sind die größten Risiken
- Zufriedenheit mit österreichischer Wirtschaftspolitik stark gestiegen
- Wünsche an die neue Regierung: Bürokratieabbau und Steuersenkung


Die Geschäfte im österreichischen Mittelstand laufen so gut wie seit Jahren nicht. 68 Prozent der Unternehmen sind derzeit uneingeschränkt zufrieden mit der Geschäftslage – das ist der höchste Wert seit dem Jahr 2008, als die Studie erstmals durchgeführt wurde. Gerade einmal fünf Prozent der Unternehmer klagen über eine eher schlechte Geschäftsentwicklung.
Auch der Ausblick ist so optimistisch wie seit Jahren nicht mehr: 38 Prozent erwarten, dass sich die eigene Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten verbessert, nur vier Prozent rechnen mit einer Verschlechterung. Im Durchschnitt peilen die Unternehmen für 2018 ein Umsatzwachstum von 2,0 Prozent an – ebenfalls der höchste Wert seit dem Start der Befragungen. Vor einem Jahr rechneten die Unternehmen noch mit einem Umsatzwachstum von 1,5 Prozent.
Bemerkenswert hoch ist auch die Investitionsbereitschaft der Unternehmen: 30 Prozent wollen ihre Investitionen in neue Maschinen, Infrastruktur oder Gebäude erhöhen, nur sechs Prozent wollen sie herunterfahren – damit dürfte der Aufschwung in Österreich zunehmend auch durch die Inlandsnachfrage gestützt werden.
Nicht nur die Investitionsdynamik, sondern auch das Beschäftigungswachstum steigt auf ein Zehn-Jahres-Hoch: Mehr als jedes dritte Unternehmen (35%) plant, die Zahl der Mitarbeiter zu erhöhen – nur jedes 25. Unternehmen wird voraussichtlich die Zahl der Stellen reduzieren.
Das sind Ergebnisse des Mittelstandsbarometers der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY. Für die Studie wurden insgesamt 900 mittelständische Unternehmen in Österreich im Dezember 2017 telefonisch befragt.
Allerdings zeigt sich bei der eigenen Geschäftslage ein Ost-West-Gefälle. Im Westen Österreichs ist die Lage derzeit besonders gut. Unternehmen in Vorarlberg und Tirol sind momentan am zufriedensten – dort beurteilen 76 bzw. 74 Prozent ihre Geschäftslage ohne Abstriche gut. Die momentan am wenigsten zufriedenen Unternehmen haben ihren Sitz in Ostösterreich: Allerdings ist die Zufriedenheit auch in Wien (59%) und dem Burgenland (62%) momentan auf einem hohen Niveau.

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